08.03.2019

8. März Internationaler Frauentag: Weniger Arbeit – Mehr Geld

Ein Grund zum Feiern! 100 Jahre Frauenwahlrecht haben schon eine Menge bewirkt. Frauen haben viel erreicht. Da wäre allerdings noch Luft nach oben.


Zum Beispiel beim wichtigen Familienthema: Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Oder einfacher formuliert: Schöner wäre weniger Arbeit und mehr Geld.

Frauen übernehmen größtenteils die Sorge- und Pflegearbeiten in den Familien, sie übernehmen auch bei Berufstätigkeit mehr Hausarbeit als ihre Partner. Dafür verdienen Frauen in Deutschland 21% weniger als Männer und bekommen nur die Hälfte der Rente. Die Rentenlücke zwischen Männern und Frauen beträgt in Deutschland, rechnet man Betriebsrenten und Sonderleistungen dazu, 53%. Zum Vergleich: laut WSI beträgt die Rentenlücke bei ledigen Frauen minus 2%, d.h. im Hinblick auf Alterssicherung stehen ledige Frauen am Besten da.

„Frauen mit Einwanderungs- oder Fluchtgeschichte sind noch stärker in unsicheren und prekären Arbeitsverhältnissen anzutreffen, die Rentenlücken folglich noch größer“, betont Hiltrud Stöcker-Zafari, die Geschäftsführerin des Verbandes. So zeigten Statistiken, dass der Anteil von Müttern mit Migrationshintergrund in geringfügiger Beschäftigung doppelt so hoch sei wie bei Müttern ohne Migrationshintergrund. „Prekäre Arbeitsverhältnisse liegen zum Teil an Sprachbarrieren, die Rentenlücken aber auch an der mangelnden Anerkennung der Abschlüsse, an den Wartezeiten auf Arbeitsgenehmigungen oder an Umschulungen, wodurch Lücken in der Erwerbsbiografie entstehen“.